Nach Informationen des Verbandes für Handel und Fremdenverkehr (SOCR) zeigt sich im Jahr 2011 ein Rückgang im Konsum bei den Endverbrauchern und Privathaushalten. Insgesamt dürften die Einzelhandelsumsätze für das vergangene Jahr in realen Preisen im Durchschnitt um 1 % steigen, nominal könne die Erhöhung nach Angaben des Verbandes allerdings höher ausfallen infolge der Auswirkungen der Reformen und Marktmaßnahmen auf die Verbraucherpreise. Im Zeitraum von Januar bis November sind die Umsätze im Einzelhandel in ihrer Gesamtheit nominal um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen, real lag der Anstieg bei 1,9 %. Nach Angaben des Verbandes sei insbesondere ein realer Rückgang beim Verkauf von Lebensmitteln ersichtlich, hier gingen die Umsätze bei geringerem Verbrauch nach oben. Umgekehrt nahmen die Verkäufe im Non-Food-Sektor und bei Kraftfahrzeugen zu, im Vergleich zum Vorjahr wurde mehr zu geringeren Preisen verkauft.
In diesem Jahr sei nach Angaben der Komerèní banka mit einem Rückgang der Einzelhandelsumsätze um 1 % zu rechnen. Eine Stagnation im Einzelhandel im Jahr 2012 ist auch für den SOCR ein eher optimistisches Szenario. Der Haupttrend in diesem Jahr werde wahrscheinlich in Richtung eines weiteren Konsum¬rückgangs gehen, nach der Prognose des Finanzministeriums vom Oktober wird der Konsum um 0,5 % sowohl bei den Privathaushalten als auch bei Regierungs¬institutionen sinken. Dem Ausfall bei der Zahl der Kunden werde man durch Preiserhöhungen entgegenwirken. Im Lebensmittelsegment könne man nach Angaben des SOCR mit sprunghaften Preiserhöhungen gegenüber dem Vorjahr um 5 bis 10 % bis Ende des ersten Halbjahres 2012 rechnen. Global gesehen dürfte es allerdings im Einzelhandel keinen rasanten Preisanstieg geben, da eine Reihe von Unternehmern bereits vor Ende des Jahres 2011 ihre Preise schrittweise und vorbeugend angehoben haben.



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